Kurzantwort: Enthalten mit PE beschichtete Pappbecher und -schalen Fluor oder PFAS?
Die von Bioleader® spezifizierten herkömmlichen, mit PE beschichteten Pappbecher und -schalen kommen ohne fluorierte fettabweisende Chemikalien aus. Ihre Wasser- und Ölbeständigkeit beruht auf einer sehr dünnen Polyethylenfolie, die auf den Karton aufgebracht wird, und nicht auf PFAS-basierten Chemikalien, die den Papierfasern beigemischt werden.
Herkömmliches, nicht fluoriertes Polyethylen wird aus Kohlenstoff und Wasserstoff hergestellt. Es enthält nicht die vollständig fluorierte Kohlenstoffstruktur, die für PFAS charakteristisch ist. Der in dieser Verpackung verwendete gewöhnliche Karton bildet für sich genommen keine wesentliche Flüssigkeitsbarriere; diese Funktion übernimmt die PE-Folie.
Aus diesem Grund lässt sich die Standardkonstruktion aus PE-beschichteten Bechern und Schalen treffend beschreiben als von Haus aus fluorfrei und ohne absichtlich zugesetzte PFAS-Fettschutzmittel hergestellt, sofern die Spezifikationen für den bestätigten Karton, das PE-Harz, den Druck und das Endprodukt unverändert bleiben.
Bioleader® verfügt außerdem über gezielte PFAS-Berichte von SGS für repräsentative Fertigprodukte. Bei den getesteten Proben handelte es sich um eine braune Papierschale und einen weißen Papierbecher mit transparenter Kunststofffolie. Die in den Berichten aufgeführten PFAS-Substanzen wurden als „ND“ vermerkt, was bedeutet, dass sie unterhalb der angegebenen Nachweisgrenzen der Methode nicht nachgewiesen wurden.
Direkte Schlussfolgerung: Die PE-Barriere selbst ist keine fluorierte Beschichtung; das Papier benötigt keine PFAS, um wasser- und ölabweisend zu sein, und für repräsentative Bioleader®-Produkte aus PE-beschichtetem Papier liegen gezielte PFAS-Prüfergebnisse vor, aus denen hervorgeht, dass die aufgeführten Substanzen nicht nachgewiesen wurden.

Wesentlicher Unterschied: PE-Beschichtung und PFAS-Behandlung sind nicht dieselbe Technologie. Bei der PE-Beschichtung wird ein physikalischer Polymerfilm auf dem Karton aufgebracht. Die PFAS-Fettbarriere basierte in der Vergangenheit auf fluorierten Chemikalien, die auf die Papieroberfläche oder die Fasern aufgetragen wurden.
Enthält ein mit PE beschichteter Pappbecher oder eine beschichtete Pappschale Fluor?
Die herkömmliche PE-Sperrschicht selbst enthält kein Fluor. Die sich wiederholende chemische Struktur von gewöhnlichem Polyethylen basiert auf Kohlenstoff und Wasserstoff:
–CH₂–CH₂–
In dieser sich wiederholenden Struktur kommt kein Fluoratom vor. Herkömmliches, nicht fluoriertes PE entspricht daher nicht der strukturellen Definition eines PFAS und benötigt keine PFAS-Additive, um einen wasserabweisenden Film zu bilden.
Bei der Standardkonstruktion der PE-beschichteten Papierbecher und -schalen von Bioleader® besteht das Materialsystem im Wesentlichen aus:
- Karton in Lebensmittelqualität das für Form, Steifigkeit und Druckbarkeit sorgt.
- Eine sehr dünne, transparente PE-Folie das gegen Flüssigkeiten und Fette beständig ist.
- Druckfarbe, wo erforderlich für Branding, Produktinformationen und individuelle Designs.
- Heißversiegelte Nähte und Bodenkonstruktion die die Unversehrtheit des fertigen Behälters gewährleisten.
Der Karton wird nicht durch Zugabe eines fluorchemischen, fettabweisenden Mittels wasserdicht gemacht. Stattdessen trennt die PE-Folie die Lebensmittel oder Getränke physikalisch von den saugfähigen Papierfasern.
Präzise geschäftliche Formulierung: Die von Bioleader® spezifizierten herkömmlichen, mit PE beschichteten Pappbecher und -schalen werden ohne bewusst zugesetzte fluorierte Fettschutzchemikalien hergestellt. Dies ist eine Aussage zur Materialgestaltung und sollte nicht so umgedeutet werden, dass für jede einzelne Tinte, jeden Deckel, jede Produktionscharge oder jede nicht getestete Komponente analytisch nachgewiesen wurde, dass der Gehalt an Fluoratomen gleich Null ist.
Was ist ein mit PE beschichteter Pappbecher oder eine beschichtete Pappschale?
Ein mit PE beschichteter Pappbecher oder eine Pappschale ist ein Lebensmittelbehälter aus Pappe, bei dem eine dünne Polyethylen-Barrierefolie auf die Oberfläche aufgebracht ist, die mit dem Lebensmittel in Kontakt kommt. Die Pappe sorgt für die Stabilität, während die PE-Folie Schutz vor Flüssigkeiten, Feuchtigkeit, Öl und Soßen bietet.
Bioleader® liefert Mit PE beschichtete Pappbecher, Papiersuppenschalen und Salatschüsseln aus Papier in den Ausführungen Kraftpapier und weißer Karton für Getränke, Suppen, Nudeln, Salate, Getreidegerichte, Gerichte zum Mitnehmen und Essenslieferungen.
Die PE-Folie ist in der Regel so dünn und transparent, dass sie mit bloßem Auge möglicherweise nicht erkennbar ist. Bei einer Schale aus Kraftpapier kann die Innenseite dennoch kraftbraun aussehen, da die transparente Folie die natürliche Papierfarbe durchscheinen lässt. Ein leichter Glanz oder eine glattere Oberfläche sind oft das deutlichste optische Anzeichen für die Beschichtung.

| Ebene oder Komponente | Hauptfunktion | Die Bedeutung von Fluor und PFAS |
|---|---|---|
| Kartonträgermaterial | Sorgt für Steifigkeit, Formfestigkeit und Bedruckbarkeit und bildet den Hauptkörper des Bechers oder der Schüssel. | Die von Bioleader® festgelegte Standardkonstruktion mit PE-Beschichtung ist hinsichtlich ihrer Flüssigkeitsbeständigkeit nicht auf eine fluorchemische Papierbehandlung angewiesen. |
| Herkömmliche PE-Folie | Bildet eine durchgehende physikalische Barriere gegen Wasser, Getränke, Suppe, Öl und Soßen. | Herkömmliches, nicht fluoriertes PE ist kein PFAS und enthält in seiner grundlegenden Polymerstruktur kein Fluor. |
| Druckfarbe | Fügt Markenzeichen, Farben, Anleitungen und Grafiken für Eigenmarken hinzu. | Die Druckspezifikationen sollten im Rahmen des bestätigten Lieferanten- und Compliance-Systems bleiben. |
| Seitennaht und Bodenversiegelung | Leckagen verhindern und die geformte Behälterstruktur erhalten. | Dabei handelt es sich in erster Linie um Prüfungen der Heißsiegelfähigkeit und der mechanischen Eigenschaften. |
| Deckel | Sorgt für Verschluss, Stapelbarkeit, Transportschutz und Temperaturregelung. | Der Deckel ist ein separates Bauteil und sollte bei Bedarf durch eigene Materialangaben ergänzt werden. |
Käufer, die das gesamte Sortiment prüfen möchten, können sich die Produkte von Bioleader® ansehen Verpackungslösungen aus Papier für Lebensmittel, einschließlich Bechergrößen, Fassungsvermögen der Behälter, Deckelkombinationen, Beschichtungsoptionen, OEM-Bedruckung und Unterstützung beim Export in großen Mengen.
Warum PE-beschichtete Papierverpackungen keine PFAS benötigen
Unbeschichteter Karton besteht aus einem Netzwerk aus Zellulosefasern und mikroskopisch kleinen Poren. Wasser, Öl und Feuchtigkeit aus Lebensmitteln können in diese Poren eindringen, wodurch der Karton Flüssigkeit aufnimmt, weich wird, aufquillt oder undicht wird.
Ein mit PE beschichteter Becher oder eine Schale löst dieses Problem, indem der Karton mit einer durchgehenden Polyethylenfolie überzogen wird. Sobald die PE-Schicht im Extrusionsverfahren aufgetragen und mit dem Karton verbunden wurde, kommt die Flüssigkeit mit der Polymerfolie in Kontakt und nicht mehr mit den freiliegenden Fasern.
Diese Barriere wirkt durch die Bildung eines physikalischen Films:
- Die PE-Schicht bedeckt die poröse Papieroberfläche.
- Die Folie verlangsamt das Eindringen von Wasser, Suppe, Getränken und Öl.
- Die PE-Oberfläche kann beim Formen von Bechern und Schalen heißversiegelt werden.
- Für die Barriere ist keine fluorierte Seitenkettenchemie erforderlich.
- Der Karton selbst kann als normales tragendes Substrat dienen, anstatt chemisch mit PFAS fettabweisend behandelt zu werden.
Erläuterung des Herstellers zu Bioleader®
Bei den herkömmlichen PE-beschichteten Papierprodukten von Bioleader® wird der Karton so ausgewählt, dass er Formfestigkeit, Lebensmittelechtheit und gute Bedruckbarkeit gewährleistet. Die Wasser- und Ölbarriere wird durch die PE-Beschichtung gebildet.
Das bedeutet, dass das Produkt keine separate, auf PFAS basierende Fettschutzbehandlung benötigt, um die übliche Leistungsfähigkeit bei Getränken, Suppen, Soßen oder Speisen zum Mitnehmen zu erreichen. In der praktischen Produktion wird die funktionelle Barriere durch die Kunststofffolie gebildet und nicht durch eine auf die Papierfasern aufgetragene fluorierte Chemikalie.
PE-Beschichtung und Fluorchemikalienbehandlung sind unterschiedliche Technologien
Ein Großteil der Verwirrung bei den Käufern rührt daher, dass alle fettbeständigen Papierverpackungen in einen Topf geworfen werden. Tatsächlich können verschiedene Technologien zum Einsatz kommen, um Feuchtigkeit und Öl fernzuhalten.
| Barriere-Route | So funktioniert die Barriere | Zusammenhang mit Fluor oder PFAS |
|---|---|---|
| Herkömmliche PE-Beschichtung | Eine dünne Polyethylenfolie bedeckt die Pappe. | Heriisö ee fFrSiAP öA rdeidsmnoedzi Fir i,bP uerlhPlnSgtnin hutca t ku rtilt unsmm Eebkk, eeeiBcen. |
| PLA-Beschichtung | Die Papieroberfläche ist mit einer Folie aus Polymilchsäure (PLA) überzogen. | PLA ist ein anderes Polymersystem und erfordert von Natur aus keine PFAS-basierte Fettschutzchemie. |
| Beschichtung auf Wasserbasis | Eine Dispersion wird aufgetragen und getrocknet, um eine dünnere Barriereschicht zu bilden. | Die Rezeptur und das Endprodukt müssen überprüft werden, doch handelt es sich bei dieser Technologie nicht automatisch um eine PFAS-Behandlung. |
| Historische Behandlung mit Fluorchemikalien | Durch die Fluorchemie wird die Oberflächenenergie des Papiers oder der Fasern verändert, sodass Öl und Wasser abperlen. | Dies ist der Anwendungsbereich der Papierverpackungen, der am unmittelbarsten mit bewusst zugesetzten PFAS in Verbindung steht. |

Für Käufer, die verschiedene Materialien vergleichen, bietet Bioleader® separate technische Informationen zu PLA-beschichtete kompostierbare Pappbecher und Papierbecher mit Beschichtung auf Wasserbasis.
Diese Alternativen mögen zwar unterschiedliche Ziele hinsichtlich der Reduzierung von Kunststoff, der Kompostierbarkeit oder der Marktpositionierung unterstützen, doch müssen ihre Umweltaussagen, ihre Barriereeigenschaften und ihre Entsorgungswege unabhängig vom PFAS-Status bewertet werden.
Warum werden PFAS mit Lebensmittelverpackungen aus Papier in Verbindung gebracht?
PFAS wurden mit Lebensmittelverpackungen aus Papier in Verbindung gebracht, da bestimmte Papier- und Kartonprodukte in der Vergangenheit mit fluorierten Fettschutzmitteln behandelt wurden, um sie gegen Öl, Fett, Wasser und Hitze widerstandsfähig zu machen.
Diese Chemikalien waren insbesondere dann von Bedeutung, wenn Hersteller erreichen wollten, dass die Papierfasern selbst Flüssigkeiten abweisen, ohne eine durchgehende herkömmliche Kunststofffolie zu verwenden. Beispiele hierfür waren unter anderem bestimmte Lebensmittelverpackungen, Verpackungen für Mikrowellen-Popcorn, fettbeständige Pappe und andere behandelte Anwendungen auf Faserbasis.
Diese Geschichte hat zu einer falschen Annahme geführt:
Falsche Annahme: Wenn ein Pappbecher oder eine Pappschale wasser- und ölabweisend ist, muss er bzw. sie PFAS enthalten.
Richtige Erklärung: Ein mit PE beschichteter Pappbecher oder eine Pappschale verdankt seine Beständigkeit einer durchgehenden, fluorfreien Polyethylenfolie. Daher sind keine PFAS-Chemikalien erforderlich, um dieselbe grundlegende Barrierefunktion zu erfüllen.
Die US-amerikanische FDA hat PFAS-haltige Fettschutzmittel als Substanzen definiert, die auf Papier und Pappe aufgetragen werden, um das Durchdringen von Fett, Öl oder Wasser zu verhindern. Die FDA gab im Februar 2024 bekannt, dass PFAS-haltige Fettschutzmittel auf dem US-Markt nicht mehr für Lebensmittelverpackungen aus Papier, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, verkauft werden, und stellte im Januar 2025 fest, dass 35 entsprechende Meldungen bezüglich des Kontakts mit Lebensmitteln nicht mehr gültig sind.
Diese regulatorischen Maßnahmen betreffen fluorchemische Antihaftmittel. Sie bedeuten nicht, dass gewöhnliche, nicht fluorierte PE-Folie als PFAS eingestuft werden sollte.
Was geht aus den SGS-PFAS-Berichten von Bioleader® hervor?
Die Materialchemie erklärt, warum herkömmliches PE von Natur aus weder Fluor noch PFAS enthält. Die SGS-Berichte zu Bioleader® liefern zusätzliche Nachweise für das Endprodukt.
Die beiden relevantesten Berichte befassen sich mit repräsentativen PE-beschichteten Papierprodukten:
- Eine braune Papierschale aus dem PE-Kraft-Sortiment.
- Ein weißer Pappbecher mit transparenter Kunststofffolie aus dem PE-Weiß-Sortiment.

| SGS-Bericht | Tatsächlich getesttes Prüfstück | Analyseumfang | Ausgewiesenes Ergebnis |
|---|---|---|---|
| PE Kraft Products – PFAS-Prüfbericht | Schale aus braunem Papier | Gezielte PFAS-Analyse gemäß CEN/TS 15968:2010 unter Verwendung von LC-MS, LC-MS/MS und GC-MS. | Die im Bericht aufgeführten PFAS-Substanzen wurden bei den angegebenen Nachweisgrenzen der jeweiligen Methode als „ND“ erfasst. |
| PE White Products – PFAS-Prüfbericht | Weißer Pappbecher mit transparenter Kunststofffolie | Gezielte PFAS-Analyse gemäß CEN/TS 15968:2010 unter Verwendung von LC-MS, LC-MS/MS und GC-MS. | Die im Bericht aufgeführten PFAS-Substanzen wurden bei den angegebenen Nachweisgrenzen der jeweiligen Methode als „ND“ erfasst. |
Was die SGS-Berichte belegen
Die Berichte stützen die Feststellung, dass ausgewählte PFAS-Zielstoffe in den eingereichten Proben der braunen Papierschale und des weißen Papierbechers innerhalb der von den Laboren angegebenen Nachweisgrenzen nicht nachgewiesen wurden.
Die Berichte stimmen zudem mit der in den Unterlagen enthaltenen Erklärung überein: Diese PE-beschichteten Produkte sind zur Erzielung ihrer Barrierewirkung nicht auf bewusst zugesetzte fluorchemische fettabweisende Mittel angewiesen.
Was die SGS-Berichte nicht bedeuten
Die Berichte sollten nicht so ausgelegt werden, als würden sie Folgendes belegen:
- Jede Artikelnummer der Bioleader®-Pappbecher und -Schalen wurde einzeln geprüft.
- Jede nur denkbare PFAS-Verbindung wurde in die Zielliste aufgenommen.
- Jede zukünftige Produktionscharge weist automatisch eine absolute Konzentration von Null auf.
- Jeder Deckel, jede Tinte, jedes Zubehörteil und jedes alternative Material wird in demselben Bericht behandelt.
- Die gezielte PFAS-Untersuchung entspricht der Gesamtfluor-Untersuchung.
Im Abschnitt „Kundenangaben“ des Berichts werden zwar möglicherweise mehrere verwandte Produkte genannt, das Laborergebnis bezieht sich jedoch direkt auf die in der Beschreibung des Prüfstücks angegebene Probe.
Käufer können diese Dokumente zusammen mit den umfassenderen Unterlagen von Bioleader® einsehen Zertifizierungs- und Prüfberichtszentrum.
Was bedeutet “ND”?
„ND“ bedeutet, dass unterhalb der angegebenen Nachweisgrenze der Methode kein Stoff nachgewiesen wurde.
In den SGS-Berichten zu PE-Kraftpapier und weißem PE:
- Viele der untersuchten PFAS-Substanzen wurden mit einer Nachweisgrenze von 0,025 mg/kg getestet.
- 0,025 mg/kg entsprechen 25 Mikrogramm pro Kilogramm oder 25 ppb.
- Einige fluorotelomerverwandte Substanzen wiesen eine Nachweisgrenze von 0,2 mg/kg bzw. 200 ppb auf.
- Ein „ND“-Ergebnis bedeutet, dass die gemessene Konzentration unterhalb der für diesen spezifischen Analyten geltenden Nachweisgrenze lag.
Korrekte Aussage zur Beweisführung: Ausgewählte PFAS wurden nicht unterhalb der in den SGS-Berichten angegebenen Nachweisgrenzen nachgewiesen.
Falsche Übertreibung: Laboruntersuchungen haben ergeben, dass der Gehalt an Fluor in jeder möglichen Form bei absolut null liegt.
„Von vornherein fluorfrei“, „PFAS nicht nachweisbar“ und „Gesamtfluor“ sind unterschiedliche Angaben
Einkäufer verwenden die Begriffe “fluorfrei” und “PFAS-frei” oft so, als handele es sich um einen einzigen, allgemeingültigen Laborbegriff. Für eine zielgerichtete Beschaffung sollten drei verschiedene Evidenzstufen voneinander unterschieden werden.
| Beweis oder Behauptung | Was das bedeutet | Anwendung bei PE-beschichteten Pappbechern und -schalen |
|---|---|---|
| Von der Materialzusammensetzung her fluorfrei | Die angegebenen Barrierematerialien enthalten keine fluorierten chemischen Verbindungen. | Herkömmliches PE enthält Kohlenstoff und Wasserstoff, und das Produkt benötigt keine PFAS-Fettschutzbehandlung, um eine normale Barrierewirkung zu erzielen. |
| Keine absichtlich zugesetzten PFAS | PFAS werden nicht gezielt zugesetzt, um die beabsichtigte Verpackungsfunktion zu erreichen. | Dies ist die am besten geeignete Angabe zum Lieferanten und zur Zusammensetzung für die bestätigte PE-beschichtete Struktur. |
| Die untersuchten PFAS wurden nicht nachgewiesen | Die in der Zielliste des Labors aufgeführten PFAS lagen unterhalb der geltenden Nachweisgrenzen. | Dies gilt für die von SGS getestete repräsentative braune Papierschale und den weißen Papierbecher. |
| Gesamtfluor-Ergebnis | Ein Screening-Verfahren misst den Gesamtfluorgehalt aus PFAS- und Nicht-PFAS-Quellen. | Die untersuchten SGS-Berichte zu PFAS enthalten keinen Gesamtfluorwert. |
| Absolut fluorfrei | Die Behauptung, dass in keinem Bestandteil Fluoratome in einer analytisch nachweisbaren Konzentration vorhanden sind. | Dies sollte nicht aus den aktuellen gezielten PFAS-Berichten abgeleitet werden. |
Die stärkste und am besten zu begründende kombinierte Formulierung lautet:
Die von Bioleader® spezifizierten herkömmlichen PE-beschichteten Pappbecher und -schalen verwenden eine fluorfreie PE-Folie als Wasser- und Fettbarriere und werden ohne bewusst zugesetzte PFAS-Fettschutzmittel hergestellt. Repräsentative SGS-Prüfungen der Endprodukte ergaben, dass die aufgeführten PFAS-Zielstoffe unterhalb der angegebenen Nachweisgrenzen der jeweiligen Methode nicht nachweisbar waren.
Eine ausführlichere Erläuterung der Testterminologie und -dokumentation finden Käufer im Leitfaden von Bioleader® zu Überprüfung von Angaben zur PFAS-Freiheit von Lebensmittelverpackungen.
Dürfen Käufer diese Produkte als PFAS-frei bezeichnen?
Ja, aber der Wortlaut sollte sich an das bestätigte Materialsystem und die entsprechenden Belege orientieren.
| Vorschlag für eine Erklärung | Empfohlene Verwendung | Qualifikation |
|---|---|---|
| Herkömmliches, nicht fluoriertes PE ist kein PFAS. | Empfohlen | Speziell für die herkömmliche PE-Extrusionsbeschichtung vorgesehen. |
| Die PE-Barriere enthält keine bewusst zugesetzten fluorierten fettabweisenden Chemikalien. | Empfohlen | Gilt für die bestätigte Bioleader®-Materialstruktur nach Norm. |
| Von Grund auf fluorfrei. | Empfohlen im Kontext | Stellen Sie klar, dass es sich hierbei um eine Angabe zum Material und zur Zusammensetzung handelt und nicht um einen absoluten Gesamtfluorgehalt. |
| Keine absichtlich zugesetzten PFAS. | Empfohlen | Unterstützung bei Materialdeklarationen und der Kontrolle der Lieferkette. |
| Ausgewählte PFAS wurden nicht nachgewiesen. | Empfohlen | Geben Sie das untersuchte Probenmaterial, den Bericht und die Nachweisgrenzen an. |
| PFAS-freie Pappbecher und -schalen. | Im jeweiligen Kontext akzeptabel | Erläutern Sie die Materialgrundlage und die SGS-Nachweise in der technischen Dokumentation. |
| Bei allen möglichen Testverfahren wurde kein Fluor nachgewiesen. | Nicht empfohlen | Die aktuellen gezielten Berichte belegen nicht, dass der Gesamtfluorgehalt absolut null beträgt. |
Was sieht die EU-PPWR ab August 2026 vor?
Mit der Verordnung (EU) 2025/40 werden PFAS-Konzentrationsgrenzwerte für Verpackungen eingeführt, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen und ab 12. August 2026.
| PPWR-Schwellenwert | Umfang | Praktische Relevanz |
|---|---|---|
| 25 ppb für jeden einzelnen PFAS | Gezielte PFAS-Analyse, bei der polymere PFAS von der Quantifizierung ausgeschlossen werden. | Die Nachweisgrenze für jedes relevante Ziel muss anhand des gesetzlichen Grenzwerts überprüft werden. |
| 250 ppb für die Summe der PFAS | Summe der untersuchten PFAS, gegebenenfalls nach Abbau der Vorläufersubstanzen; polymere PFAS wurden bei der Quantifizierung nicht berücksichtigt. | Der Umfang der Laboruntersuchungen und die Berechnung der Gesamtmenge müssen für das Produkt und die technischen Unterlagen geeignet sein. |
| 50 ppm für PFAS, einschließlich polymerer PFAS | Wenn der Gesamtfluorgehalt 50 mg/kg übersteigt, muss anhand von Nachweisen zwischen Fluor, das auf PFAS zurückzuführen ist, und Fluor aus anderen Quellen unterschieden werden. | Der Gesamtfluorgehalt kann als Teil einer umfassenderen Strategie zum Nachweis der Einhaltung von Vorschriften herangezogen werden. |
Die Materialbeschaffenheit herkömmlicher PE-beschichteter Pappbecher und -schalen bietet eine solide Grundlage, da für die Barriere keine fluorierten fettabweisenden Chemikalien erforderlich sind. EU-Importeure sollten jedoch weiterhin produktspezifische technische Unterlagen führen, anstatt sich ausschließlich auf eine allgemeine Materialbeschreibung zu verlassen.
Entsprechen die vorhandenen SGS-Berichte automatisch einer vollständigen PPWR-2026-Datei?
Nein. Es handelt sich zwar um relevante Belege, doch für eine vollständige PPWR-Akte sind unter Umständen auch eine bestätigte SKU-Spezifikation, Lieferantenerklärungen, Rückverfolgbarkeit, Angaben zu Druckfarbe und Verschluss, marktgerechte Analysegrenzwerte sowie die Zuweisung der Verantwortung an einen Wirtschaftsbeteiligten erforderlich.
Einige Analyten in den vorliegenden Berichten weisen einen MDL von 25 ppb auf, während für einige fluorotelomerbezogene Zielwerte ein MDL von 200 ppb gilt. Käufer sollten daher die genaue Liste der Analyten und die Nachweisgrenzen für Projekte überprüfen, die eine direkte Zuordnung zu Artikel 5 Absatz 5 erfordern.
Kunden aus Europa können sich die aktualisierte Version von Bioleader® ansehen EU-Leitlinien „PPWR 2026“ für Verpackungen im Gastronomiebereich Weitere Informationen zu den Pflichten von Herstellern, Importeuren und Lieferanten sowie zu technischen Unterlagen und Konformitätserklärungen.
Was sollten Käufer in den USA überprüfen?
Die US-amerikanische FDA gab im Februar 2024 bekannt, dass PFAS-haltige Fettschutzmittel von den Herstellern nicht mehr für Papierverpackungen mit Lebensmittelkontakt auf dem US-Markt verkauft werden.
Im Januar 2025 stellte die FDA fest, dass 35 Meldungen über den Kontakt mit Lebensmitteln im Zusammenhang mit PFAS-haltigen Fettschutzmitteln, die auf Papier und Pappe aufgetragen wurden, nicht mehr gültig waren.
Für einen US-amerikanischen Einkäufer, der PE-beschichtete Pappbecher oder -schalen beschafft, stellen sich folgende praktische Fragen:
- Wird die Barriere durch herkömmliches, nicht fluoriertes PE gebildet?
- Ist der Karton frei von absichtlich zugesetzten PFAS-Fettschutzbehandlungen?
- Kann der Lieferant eine Materialerklärung vorlegen?
- Gibt es repräsentative Endproduktprüfungen?
- Umfasst der Test den tatsächlich bestellten Korpus, den Deckel und die Druckstruktur?
Ein mit PE beschichtetes Produkt sollte nicht allein deshalb zurückgewiesen werden, weil es Polyethylen enthält. Bei der PFAS-Frage geht es darum, ob fluorierte Substanzen absichtlich im Barrieresystem verwendet wurden, und nicht darum, ob das Produkt eine herkömmliche, nicht fluorierte PE-Folie enthält.
„PFAS-frei“ bedeutet nicht „kunststofffrei“ oder „kompostierbar“
Der PFAS-Status, der Kunststoffanteil und die Kompostierbarkeit sind eigenständige Produkteigenschaften.
| Behauptung | Worum es dabei geht | Was dies nicht beweist |
|---|---|---|
| PFAS-frei oder ohne absichtlich zugesetzte PFAS | Ob fluorierte PFAS-Chemikalien bewusst eingesetzt werden. | Das bedeutet nicht, dass es plastikfrei, recycelbar oder kompostierbar ist. |
| PE-beschichtet | Ob Polyethylen als Barrierefolie verwendet wird. | Dies bedeutet nicht automatisch, dass das Material kompostierbar ist. |
| PLA-beschichtet | Ob Polymilchsäure als Barrierefolie verwendet wird. | Dies bedeutet nicht automatisch, dass das Produkt für die Kompostierung zu Hause geeignet ist oder vor Ort akzeptiert wird. |
| Beschichtung auf Wasserbasis | Ob anstelle einer herkömmlichen Laminatfolie eine Dispersionsbeschichtung verwendet wird. | Dies garantiert nicht automatisch, dass alle Angaben zu „plastikfrei“, „recycelbar“ oder „kompostierbar“ zutreffen. |
Käufer, die einen kompostierbaren Becher suchen, können sich hier informieren kompostierbare Pappbecher für Heißgetränke. Käufer, die eine bewährte, weit verbreitete Barriere für warme und kalte Speisen suchen, entscheiden sich möglicherweise für Standardprodukte mit PE-Beschichtung.
Checkliste für Einkäufer: Fluorfreie Verpackungen aus PE-beschichtetem Papier
Vor der Zulassung eines Lieferanten oder Produkts
- Bestätigen Sie die Art der Beschichtung: Vergewissern Sie sich, dass es sich bei der Barriere um herkömmliches, nicht fluoriertes PE handelt und nicht um eine nicht näher bezeichnete Spezialbehandlung.
- Bitte bestätigen Sie die Kartonspezifikation: Fragen Sie nach, ob der Karton eine gezielt zugesetzte, fluorchemische, fettabweisende Behandlung aufweist.
- Beantragen Sie eine Erklärung über den Verzicht auf absichtlich zugesetzte PFAS: Die Erklärung sollte sich auf den verstärkten Karton, die PE-Beschichtung und die Struktur des Endprodukts beziehen.
- Sehen Sie sich das tatsächlich geprüfte Prüfstück an: Prüfen Sie, ob das Labor eine Tasse, eine Schüssel, einen Deckel oder ein anderes Produkt untersucht hat.
- Überprüfen Sie die Analytliste: Verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf den Dateinamen eines Berichts oder die Produktfamilie auf der Startseite.
- Überprüfen Sie den MDL oder den LOQ: Stellen Sie sicher, dass die analytischen Fähigkeiten für den Zielmarkt geeignet sind.
- Trennen Sie den Becher- bzw. Schalenkörper vom Deckel: Ein Karosseriebericht umfasst nicht automatisch einen PET-, RPET-, PP- oder Papierdeckel.
- Änderungen an benutzerdefinierten Druckvorgaben prüfen: Bitte prüfen Sie, ob für unterschiedliche Druckfarben, den Vollflächendruck oder einen neuen Lieferanten zusätzliche Unterlagen erforderlich sind.
- Änderungskontrolle sicherstellen: Papierfabrik, PE-Harz, Beschichtungsgewicht, Druckfarbe, Produktionsstandort und Änderungen am Deckel sollten dokumentiert werden.
- Fordern Sie bei Bedarf aktualisierte Nachweise an: Für EU-PPWR-Projekte ist möglicherweise ein detaillierteres Paket aus Prüfungen und technischen Unterlagen erforderlich.
Die Leistung muss noch überprüft werden
Die Entwicklung fluorfreier Materialien ersetzt nicht die Leistungsprüfungen im Gastronomiebereich. Ein Becher oder eine Schale muss nach wie vor auf das jeweilige Lebensmittel, die Temperatur, die Warmhaltezeit, die Transportbedingungen und den Deckel abgestimmt sein.
| Anmeldung | Wichtigste Leistungsprüfungen | Relevante Bioleader®-Produktressource |
|---|---|---|
| Heißer Kaffee, Tee und andere Getränke | Fülltemperatur, Unversehrtheit der Seitennaht, Randqualität, Bechersteifigkeit, Passgenauigkeit des Deckels und Geruch. | Pappbecher von 2 oz bis 22 oz für den Großhandel |
| Suppe, Nudeln, Curry und Brühe | Leckage, Bodenversiegelung, Wandweichheit, Ölbeständigkeit, Deckelhaltbarkeit und Stapelbarkeit bei der Auslieferung. | Einweg-Suppenschalen aus Kraftpapier und weißem Papier mit Deckel |
| Salate, Poke Bowls und Getreidegerichte | Beständigkeit gegen Dressing, Kondensation, Kühlung, Präsentation und Kompatibilität mit durchsichtigen Deckeln. | Papiersalatschalen für Speisen zum Mitnehmen und Lieferservice |
| Individuell bedruckte Tassen und Schalen | Tintenhaftung, Abriebfestigkeit, Farbkonsistenz, Geruch, Konformität mit den Vorschriften für den Kontakt mit Lebensmitteln und Passgenauigkeit. | Individuell bedruckte Einweg-Pappbecher |
Empfohlene Musterauswertung
Testen Sie den ausgewählten Becher oder die ausgewählte Schüssel mit dem jeweiligen Getränk, der Suppe, der Soße, dem Salatdressing oder dem Fertiggericht. Notieren Sie die Einfülltemperatur, die Standzeit, eventuelle Undichtigkeiten, eine mögliche Erweichung der Wände, Gerüche, den festen Sitz des Deckels sowie die Stapel- und Transporteigenschaften.
Ein konformes Material muss auch unter realen Einsatzbedingungen funktionieren. Die PFAS-Dokumentation gleicht keine mangelhafte Abdichtung, einen falschen Deckel, eine unzureichende Beschichtungsdicke oder einen Behälter aus, der während des Transports weich wird.
Bioleader®-Lösungen für PE-beschichtete Papierbecher und -schalen
Bioleader® produziert und liefert herkömmliche, mit PE beschichtete Becher und Schalen aus Kraftpapier und weißem Papier für Importeure, Distributoren, Restaurantketten, Cafés, Catering-Unternehmen, Take-away-Anbieter und Großhändler im Gastronomiebereich.
Bei der standardmäßigen PE-beschichteten Produktstruktur wird eine dünne, nicht fluorierte Polyethylenfolie verwendet, um Wasser- und Ölbeständigkeit zu gewährleisten. Sie kommt ohne bewusst zugesetzte PFAS-haltige Fettschutzchemikalien aus.
Zu den verfügbaren Supportleistungen gehören:
- Ausführungen aus weißem und Kraftkarton.
- Pappbecher für heiße und kalte Getränke.
- Papiersuppenschüsseln und Salatschüsseln in verschiedenen Größen.
- Je nach Anwendungsbereich passende Deckel aus Papier, PP, PET oder RPET.
- Individueller Logo-Aufdruck, OEM- und Eigenmarkenproduktion.
- Großhandel und Planung von gemischten Containern.
- Repräsentative SGS-Prüfberichte und Materialunterlagen.
- Prüfung der produktspezifischen Dokumentation für die USA, die EU und andere Exportmärkte.
Da Konformitätsangaben von der genau bestellten Spezifikation abhängen, empfiehlt Bioleader®, jede Deklaration und jeden Bericht mit dem bestätigten Produktkörper, Deckel, Material, der Beschichtung, dem Aufdruck und der Produktionsquelle zu verknüpfen.
Technisches Endergebnis
Die von Bioleader® spezifizierten herkömmlichen, mit PE beschichteten Papierbecher und -schalen sind aufgrund ihrer Materialzusammensetzung fluorfrei, da für ihre Barrierefunktion keine fluorierten Chemikalien verwendet werden.
Die PE-Folie ist ein Polymer aus Kohlenstoff und Wasserstoff. Sie bildet eine durchgehende physikalische Schicht auf dem Karton und sorgt für die erforderliche Wasser- und Ölbeständigkeit. Der gewöhnliche Karton benötigt keine gezielt hinzugefügte PFAS-Fettschutzbehandlung, um diese Funktion zu erfüllen.
Die gezielten PFAS-Berichte von SGS liefern zusätzliche Nachweise für die Endprodukte. In den eingereichten Proben einer braunen Papierschale und eines weißen Papierbechers wurden die in den Berichten aufgeführten PFAS-Substanzen nicht unterhalb der angegebenen Nachweisgrenzen der Methode nachgewiesen.
Die zutreffendste Schlussfolgerung aus Sicht der Käufer lautet:
Diese herkömmlichen, mit PE beschichteten Papierbecher und -schalen verwenden ein fluorfreies Barrieresystem, enthalten in der bestätigten Materialzusammensetzung keine absichtlich zugesetzten PFAS-Fettschutzmittel und verfügen über repräsentative, gezielte PFAS-Testergebnisse, aus denen hervorgeht, dass die aufgeführten Substanzen nicht nachgewiesen wurden.
Dieser Wortlaut geht direkt auf die Bedenken des Käufers ein, ohne fälschlicherweise zu behaupten, dass in jeder nicht getesteten Komponente oder zukünftigen Charge nachweislich absolut kein Fluor in irgendeiner Form vorhanden ist.
Häufig gestellte Fragen
Enthält herkömmliche PE-Beschichtung Fluor?
Nein. Herkömmliches, nicht fluoriertes Polyethylen wird aus Kohlenstoff und Wasserstoff hergestellt und enthält in seiner grundlegenden Polymerstruktur kein Fluor. Es wird gemäß den Definitionen, die auf vollständig fluorierten Kohlenstoffatomen basieren, nicht als PFAS eingestuft.
Sind die Bioleader®-Papierbecher mit PE-Beschichtung PFAS-frei?
Die von Bioleader® bestätigte Standardstruktur für PE-beschichtete Pappbecher wird ohne bewusst zugesetzte PFAS-Fettschutzmittel hergestellt. Die Flüssigkeitsbarriere wird durch herkömmliche PE-Folie gewährleistet. Bei einem von SGS getesteten repräsentativen weißen Pappbecher wurden die aufgeführten PFAS-Zielstoffe unterhalb der angegebenen Nachweisgrenzen der Methode nicht nachgewiesen.
Sind die Bioleader®-Papierschalen mit PE-Beschichtung PFAS-frei?
Die bewährte Struktur der PE-beschichteten Papierschalen basiert nicht auf bewusst zugesetzten PFAS-Stoffen. Ihre Wasser- und Ölbeständigkeit beruht auf der PE-Folie. Bei einer von SGS getesteten repräsentativen braunen Papierschale wurden die aufgeführten PFAS-Zielstoffe innerhalb der angegebenen Grenzwerte nicht nachgewiesen.
Warum ist die Innenseite einer mit PE beschichteten Kraftpapier-Schale immer noch braun?
Die PE-Folie ist sehr dünn und transparent. Die natürliche Kraftpapierfarbe des Kartons bleibt durch die Beschichtung hindurch sichtbar. Ein leichter Glanz oder eine glattere Oberfläche weisen auf die transparente Barrierefolie hin, doch die Innenseite muss nicht weiß werden.
Bildet der Karton selbst die wasserdichte Barriere?
Nein. Gewöhnlicher Karton ist saugfähig und bietet keinen nennenswerten Schutz vor Wasser und Öl. Bei einem mit PE beschichteten Becher oder einer Schale schützt die dünne Polyethylenfolie die Fasern vor direktem Kontakt mit Flüssigkeiten und Fett.
Bedeutet „ND“ absolut keine PFAS?
„Nr. ND“ bedeutet, dass die genannte Zielsubstanz nicht unterhalb der im Laborbericht angegebenen Nachweisgrenze nachgewiesen wurde. Dies stellt weder einen uneingeschränkten Test auf alle PFAS noch einen Nachweis für einen absoluten Gesamtfluorgehalt von Null dar.
Ist eine gezielte PFAS-Untersuchung dasselbe wie eine Gesamtfluor-Untersuchung?
Nein. Bei der gezielten Analyse werden bestimmte, namentlich genannte PFAS gemessen. Bei der Gesamtfluor-Bestimmung wird das gesamte Fluor in der Probe gemessen, wobei jedoch allein dadurch nicht festgestellt werden kann, ob das Fluor aus PFAS oder einer anderen Quelle stammt. Die beiden Methoden geben Aufschluss über unterschiedliche Fragen zur Einhaltung von Vorschriften.
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Nein. Ein herkömmlicher, mit PE beschichteter Becher kann keine absichtlich zugesetzten PFAS enthalten und dennoch eine dünne Polyethylenfolie aufweisen. Der PFAS-Status, der Kunststoffanteil, die Recyclingfähigkeit und die Kompostierbarkeit müssen separat bewertet werden.
Offizielle und technische Quellenangaben
- OECD: Vereinheitlichung der Terminologie im Bereich der Per- und Polyfluoralkylsubstanzen
- Verordnung (EU) Nr. 2025/40 über Verpackungen und Verpackungsabfälle
- FDA: PFAS-haltige Fettschutzmittel für Lebensmittelverpackungen werden in den USA nicht mehr verkauft.
- FDA: 35 PFAS-bezogene Meldungen zu Lebensmittelkontaktmaterialien sind nicht mehr gültig
- SGS-Prüfbericht zu gezielten PFAS-Untersuchungen an PE-Kraft-Produkten
- SGS-Prüfbericht zu gezielten PFAS-Untersuchungen an weißen PE-Produkten



